Kabarett

Das Vieh-losophische Quintett
 
Ein turbulenter Abend quer durch das unbekannte Land des Animalischen. Tierische Gefühlswelten prallen aufeinander, wenn der Pleitegeier geifernd seinen Schnabel wetzt, das Silberfischlein sich vor Sehnsucht verzehrt, oder die Melange-Fliege standhaft ihrem Schicksal entgegenrauscht. Wenn obskure Hyänen mit schleppendem Hinterteil sich im Tangoschritt wiegen und dabei düstere Verse vom Untergang der Abendlandes heulen.
Eine turbulente Collage aus Songs und Satiren, Poems und Parodien.
Der Souverän, oder auch Sunny Kurt
 
Ich bin der Sonnenlöwe Kurt
Gar unbeugsam und mächtig
Die Löwenmähne ist mein Stolz
Des Nachts, das Haar, das flecht' ich
 
Am Tag fällt es im wilden Rausch
Um Schultern mir und Nacken
Ich bin von königlichem Blut
Fehlt Krone nur mit Zacken
 
Ich bin ein Löwe, sonnengleich
Das Lieblingskind der Götter
Das schürt manch niederen Instinkt
Bei dem gemeinen Spötter
 
Soll ich zerreißen sein Gebein?
Sein primitives Dünken?
Sein Denken und sein Darmgeflecht
Wird sicherlich herb stinken
 
Bevor die Wut mich schier verzehrt
Das Blut erhitzt in Dröhnung
Halt ein! Der Mob ist Abschaum nur
Ich bin des Schöpfers König
 
Hic est! Ich lächle souverän
Und zeig die weißen Zähne
Ich lächle wie ein Sonnengott
Auch selbst noch, wenn ich gähne
 
Mordsweiber
 
In Szenen, Satiren und Songs werden von Uschi Flacke Mordsweiber verschiedenster Couleur vorgeführt: Ob nun Judith, Circe oder das Frolleinwunder, ob Beate Uhse oder Natascha von "ganz weit driben", immer wieder schlüpft sie in verschiedenste Rollen. Sie hangelt sich in höchsten Tönen vom bayrischen Hirsch-Jodler zum Wiener Schmäh, von ihrer Kölner Tante Lucy mit den Jahresringen zum bösartigen "Krankenschwesterl mit dem goldenen Herz". "Und schließlich die wunderbar sinnlich vorgetragene Ballade ‚Vergesst nicht Goethes Christiane', die an das Leben des ‚Mordsweibes' an Wolfgangs Seite erinnert ..."
(Frankfurter Rundschau)